Carolinensiel & Harlesiel

Sielhafen und Museum

Groot-Hus-II
Das Groot Hus, Kornspeicher und Wohnhaus und heute Museum

Carolinensiel ist eines der schönsten Hafenstädtchen in Ostfriesland und mit seinem Deutschen Sielhafenmuseum einzigartig. Vorgelagert am Meer liegt der Ort Harlesiel mit Strand und Hafenbecken. Beide Orte sind verbunden durch den Fluss Harle und die am Ufer entlangführende Harlepromenade, die am Kurzentrum und Fischergaststätten vorbeiführt. In der Nähe liegt der Flugplatz Harle mit den Inselfliegern, von dem aus Flüge unter anderem zu den ostfriesischen Inseln möglich sind.




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Fürstin Sophie Caroline

Gegründet wurde Carolinensiel 1729, als die preußische Eindeichung des Carolinengrodens abgeschlossen war und an der Stelle, wo die Harle auf den neuen Deich traf, ein Hafenbecken angelegt wurde mit planmäßig giebelständigen Fischer- und Lagerhäusern rund um das Hafenbecken. Namensgeberin für den neuen Ort war Fürstin Sophie Caroline von Ostfriesland. Der neue Ort entwickelte sich schnell und hatte bereits 1798  rund 750 Einwohner, die in der Fischerei und in der Landwirtschaft tätig waren. Carolinensiel entwickelte sich aufgrund seiner geschützten Lage zum wichtigsten Hafen Ostfrieslands. Durch den Bau eines neuen Deichs und die Friedrichsschleuse lag der Ort weit landeinwärts und war im Gegensatz zu anderen Hafenstädten vor Sturmfluten gut geschützt.

Blüte mit zwei Werften

Um 1860 erlebte der Ort seine Blüte. Zwei Werften bauten und warteten Schiffe, 40 Kapitäne stachen von hier in See, 59 Schiffe lagen im Hafen. Nicht nur Fischer fuhren hinaus, sondern auch Handelsschiffe, bis nach Dänemark und nach Übersee. Es gab vier Brauereien und zahlreiche Gaststätten, die zum Teil noch heute existieren. Um 1900 ging diese Epoche zuende, weil die Segelschiffe mit den neuen Dampfschiffen und der Eisenbahn nicht konkurrieren konnten. Haupterwerbszweig wurde von nun an die Fischerei.

Hafen zugeschüttet

Der alte Hafen verlandete durch die Harle und verlor seinen Wert zunächst durch die Anlage eines neuen Fischereihafens an der Friedrichschleuse, später durch den Hafen in Harlesiel, der auch heute noch das Tor zur See und zur Insel Wangerooge ist. Der alte Hafen in Carolinensiel wurde zugeschüttet. Zunehmend gewinnt seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts der Tourismus an Bedeutung.

Museumshafen bringt neues Leben

1987 wurde das Hafenbecken dann nach erneuter Ausbaggerung und umfangreichen Befestigungsarbeiten als Museumshafen neu eröffnet. Im Hafenbecken liegen ständig zahlreiche historische Segelschiffe, hauptsächlich die für die Küste und Wattenmeer typischen Plattbodenschiffe. Ein mal im Jahr, zur „Wattensail“, treffen sich im Hafen Traditionsschiffe der Küste von den Niederlanden bis nach Bremerhafen. Mehrere Gebäude am Hafenbecken beherbergen das Deutsche Sielhafenmuseum.

Mit seinem idyllisch gelegenen Hafen, den alten Häusern rundherum, dem Museum und den einladenden Gaststätten rund um das Hafenbecken ist Carolinensiel für alle Seebären und Landratten einen Besuch wert. Der Weg zum Strand und zurück führt entlang der Harle, der gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann oder aber mit dem Raddampfer Concordia II, der täglich fahrplanmäßig vom Museumshafen zum Yachthafen Harle und zurück verkehrt. Die Insel Wangerooge ist mit dem Schiff oder den Inselfliegern ab Flugplatz Harle zu erreichen.

Links:

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