Airshow 2016

Spannende Flugshow bei der LSG Erbslöh

Loeschflugzeug
Wenn eine knappe Tonne Wasser vom Himmel fällt, möchte man auch an heißen Sommertagen nicht im Weg stehen.

Eine spannende Flugshow, zufriedene Gäste Donnernde Sternmotore mit ordentlich Hubraum, Brandbekämpfung mit dem Flugzeug, Pirouetten der Kunstflugpiloten und Vögel mit scharfen Krallen – das 36. Flugplatzfest der Luftsportgruppe Erbslöh in Langenfeld bot mit seinem Flugplatzfest 2016 zwei Tage mit einem tollen Programm und vielen zufriedenen Besuchern. Am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und am Sonntag bei durchwachsenem Wetter konnten sich tausende Gäste einen Einblick verschaffen in verschiedene Sparten des Luftsports – Ballonfahren, Kunstflug, Fallschirmspringen, Modellflug.




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 Dass die Feuerwehr am Sonntag wegen einer Unwetterwarnung die Stände räumen ließ und alle Anwesenden vorübergehend in die Gebäude schickte, trübte die Stimmung nur vorübergehend ein. Von der Möglichkeit zu Rundflügen über ihrer bergischen Heimat machten viele Gäste Gebrauch. Die Tickets waren am Ende an beiden Tagen lange vor Schluss ausverkauft.

Am Samstag wagten so manche Besucher den Sprung mit den Skydivern Sauerland / Schmallenberg-Rennefeld aus der Absetzmaschine hoch über dem Platz. In etwa 3000 Metern Höhe stiegen sie mit ihrem Sprungmaster aus. Es folgten aufregende Sekunden über 1500 Höhenmeter im freiem Fall, dann zog der Chef die Leine und es ging am Tandem-Schirm hängend langsamer nach unten – bis zur sanften Landung auf dem Langenfelder Flugfeld. Eines hatten alle gemeinsam, die das Unternehmen gewagt hatten: Sie strahlten übers ganze Gesicht. Sonntag konnten die Skydiver wegen zunächst tief hängender Wolken und dann wegen des deutlich auffrischenden Windes leider nicht springen und packten frühzeitig ein.

Löscheinsatz aus der Luft

Neues Highligt in diesem Jahr war Dieter Gehling mit seiner polnischen PZL-106 Kruk (Rabe), mit der er einen Löscheinsatz aus der Luft demonstrierte. Die Maschine kann eine Tonne Wasser oder, für den Sprüheinsatz in der Landwirtschaft, Chemikalien fassen. Ein Bonbon an dem Flugzeug, von dem es in Deutschland nur noch ein weiteres fliegendes Exemplar gibt, ist ihr altes Kennzeichen „DDR-TAB“. Die heute gültige Zulassungsnummer liegt dahinter im Bereich des Leitwerks.

Im Agrardienst in der DDR waren diese Maschinen täglich bis zu zwölf Stunden in der Luft und absolvierten dabei bis zu 100 Starts und Landungen. Das Wiederbefüllen des Chemietanks dauerte nur eine Minute, bevor die Ladung im Tiefflug zwischen drei und zehn Metern über Grund auf den Acker gesprüht werde. Die Langenfelder Feuerwehr, die Dieters Maschine mit Wasser betankte, brauchte etwas länger – hier kam es aber auch nicht auf Tempo an.

Präzise Vorbereitung des Flugtages

Die Präsentation der Segelflug-Oldtimer, Kunstflug mit Mike Rottland in seiner Extra 300S, mit Jürgen Kraus und seiner Boeing Stearman und vielen anderen Gastpiloten, dazu Rundflüge im Halbstundentakt – dies war für die Kontroller des Flugplatzes eine echte Herausforderung. Dank präziser Vorbereitung und genauer Einweisung der Piloten beim Briefing am Morgen beider Tage konnte das Programm ohne wesentliche Störungen und vor allem unfallfrei abgewickelt werden. Das Langenfelder Team hat immerhin 35 Jahre Erfahrung mit diesem jährlich stattfindenden Event.

Viele der Gastpiloten mit ihren schönen Maschinen wie der Boeing Stearman, AT6, Antonov AN2 oder Stampe kommen zudem schon seit Jahren nach Langenfeld und kennen den Platz. Bis zu 15 Maschinen müssen sich in der Luft einsortieren, um dann binnen fünf Minuten sicher zu landen. Und das im Halbstundentakt. Da muss alles präzise wie ein Uhrwerk ineinander greifen.

Adler und Uhus ganz nah erlebt

Weiteres Highlight waren die Vorführungen der Falknerei Bergisch Land aus Remscheid. Ihre Mitarbeiter führten die Tiere nicht nur im Fluge vor und zeigten, wie ein Falke seine Beute greift. Sie erzählten auch viel wissenswertes über die Vögel. Keiner der Zuschauer erriet etwa, dass ein Uhu seinen Kopf dank seines besonderen Körperbaus um 270 Grad wenden kann – und zwar in beide Richtungen. Macht immerhin 540 Grad, so anderthalb Kreise. Und dass der nachtaktive Vogel im lautlosen Flug den Herzschlag einer Maus unter einer zehn Zentimeter dicken Schneedecke hören kann, führte zu nicht weniger Staunen

Jim Button’s, Ballonglühen und Feuerwerk

Die Langenfelder Band Jim Button’s zog am Samstag Abend alle musikalischen Register. Ballonglühen und Feuerwerk trugen ihren Teil zu einem stimmungsvollen Abend bei.

Und nach dem Fest ist vor dem Fest. Auch 2017 werden die Langenfelder Segelflieger wieder ein tolles Programm für die Flugbegeisterten aus Solingen, dem Kreis Mettmann und der ganzen Region auf die Beine stellen. Also vormerken: Das erste Wochenende im September ist Flugplatzfest bei der Luftsportgruppe Erbslöh in Langenfeld, Samstag und Sonntag, 2./3. September 2017.

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