Cap San Diego

Cap San Diego: weißer Schwan des Südatlantik

Cap San Diego
Der ehemalige Südamerikafahrer an seinem Liegeplatz im Hamburger Hafen.

Maschinen, Chemikalien und Automobile für Südamerika, Kaffee, Fleisch und Obst für Hamburg: Solche Fracht beförderte der Linienfrachter Cap San Diego von 1961 bis 1982 über den Atlantik. Mit ihm unterwegs waren auf dieser Route seine bis ins Detail fünf baugleichen Schwesterschiffe. Neben ihrer Fracht konnten die Schiffe auch bis zu zwölf Passagiere über den Großen Teich befördern – zu einer Zeit, in der interkontinentaler Flugverkehr noch nicht selbstverständlich war. Heute ist die Cap San Diego ein Museumsschiff in Hamburg.




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Die Passagiere genossen dabei alle Annehmlichkeiten, die damals auf einer Schiffsreise auf Passagierschiffen geboten wurde – von klimatisierten Kabinen über den eigenen Speisesaal bis hin zum Bad im eigens für die Gäste eingebauten Swimmingpool auf dem Passagierdeck. Wegen ihrer eleganten Form wurden die Schiffe schmeichelnd auch als die „Weißen Schwäne des Südatlantiks“ bezeichnet.

16 Ladebäume an Deck

Die Ära dieser konventionellen Stückgutschiffe ging mit dem Aufkommen der Containerschiffe ab 1984 unvermeidlich ihrem Ende entgegen. Waren die Containerriesen doch wesentlich schneller zu be- und entladen als die Schiffe der Cap-San-Klasse. Die hatten zwar 16 Ladebäume, aber dennoch betrug die Liegezeit im Hafen manches Mal bis zu 14 Tage.

Fünf Schwesterschiffe verschrottet

Das Los ihrer Schwesterschiffe, die allesamt verschrottet wurden, blieb der Cap San Diego erspart. Die Freie und Hansestadt Hamburg erwarb das letzte Schiff dieser Klasse, das mit dem Einsatz von Ehrenamtlichen, darunter viele ehemalige Werftarbeiter, von 1986 an wieder instand gesetzt und seetüchtig gemacht wurde. Heute liegt die Cap San Diego in unmittelbarer Nähe der Elb-Philharmonie und der Speicherstadt an der Überseebrücke in St. Pauli. In Sichtweite des zweiten Hamburger Museumsschiffes, des Großseglers Rickmer Rickmers.

Größter fahrtüchtiger Museumsfrachter

Das Schiff ist der weltweit größte fahrtüchtige Museumsfrachter und kann an seinem Liegeplatz besichtigt werden. Außerdem dienst das Schiff als Hotel und Bistro. Die Passagierkabinen nehmen wie einst auf den Atlantikfahrten Gäste auf. Es gibt ein Bistro und regelmäßig finden Events auf dem Schiff statt. So wurden die Laderäume für Besucher begehbar gemacht und dienen als Locations für Events und als Ausstellungsräume.

Ehrenamtler halten das Schiff seetüchtig

45 ehrenamtlich tätige Seemänner im Ruhestand halten das Schiff in Schuss. So kann es jedes Jahr zu verschiedenen Anlässen in See stechen. Bei den Museumsfahrten hat sie bis zu 500 Passagiere an Bord. So zu Fahrten auf der Elbe und durch den Nord-Ostsee-Kanal, nach Cuxhaven und nach Kiel.

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