Naturschutzgebiet Neandertal

Wandern an der wilden Düssel

Winkelsmühle 1
Die Winkelsmühle

Das Neandertal im Kreis Mettmann zwischen den Städten Mettmann, Erkrath und Haan ist nicht nur der Fundort des  prähistorischen Eiszeitmenschen und Standort des gleichnamigen Museums, sondern seit 1921 auch das erste Naturschutzgebiet des damaligen Preußen. Ende des 20. Jahrhunderts wurde das immer noch weitgehend unbebaute Neandertal Fauna-Flora-Habitat und damit europäisches Naturschutzgebiet. Das Naturschutzgebiet umfasst neben dem eigentlichen Tal der Düssel weitere Gebiet und ist damit 223 Hektar groß.




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Wanderer und Spaziergänger können ein Stück heute wieder weitgehend unberührter Natur erleben. Nachdem der Kalkabbau für die Schwerindustrie des Ruhrgebietes im 19. Jahrhundert das sogenannte Gesteins – in dem der Neandertaler gefunden wurde – fast vollständig zerstört hatte, schlossen sich Bürger der Gemeinden Mettmann, Erkrath und Gruiten sowie Düsseldorf und Elberfeld zusammen und gründeten am 28. November 1920 den Naturschutzverein Neandertal e.V.

Ziel war, die erhalten gebliebenen Reste des Tales zu schützen und die Funde des prähistorischen Menschen der Nachwelt zu erhalten. Dazu wurde die Gründung eines Museums angeregt, das schließlich am 3. März 1938 eröffnet wurde. Dies war der Vorgänger des heutigen Neanderthal Museum, das sich nicht nur der Erhaltung des Erbes verschrieben hat, sondern auch der Erforschung der Menschheitsgeschichte. Ein wichtiger Grund der Unterschutzstellung war, die weitere Abholzung des Waldes im Tal der Düssel und den angrenzenden Höhen zu verhindern. Ausgelöst wurde dieser Raubbau damals durch die Brennmittelknappheit aufgrund der hohen Reparationsleistungen nach dem Ersten Weltkrieg und während der franzöischen Besetzung des Rheinlandes.

Zentraler Ausgangspunkt für eine Wanderung entlang des Flüsschens Düssel ist der Parkplatz am neuen Neanderthal Museum. In Richtung Erkrath liegen der Fundort des Neandertalers und die kläglichen Reste des Gesteins, das die Düsseldorfer Malerschule berühmt machte. Der Fundort ist durch einen extra geschaffenen Weg mit dem Museum verbunden. In die andere Richtung nach Haan-Gruiten führt der Weg entlang der Düssel, vorbei an dem Eiszeitlichen Wildgehege mit Wisenten, Auerochsen und Tarpanen.

Der Weg des Wanderers führt am Flusslauf entlang, mit Weihern und vom Sturm gefällten Bäumen. Am Wegesrand liegen ein alter Kalkbrennofen und die Winkelsmühle, die im Jahr 1483 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Der ehemalige Obergraben und das heutige Bett der Düssel wurden in den Kalkstein hineingehauen. Das Wehr wurde überarbeitet.

Im weiteren Verlauf gelangt der Wanderer in das malerische Dorf Gruiten. Die Gemeinde ist heute Teil der Stadt Haan im Kreis Mettmann.




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