Kaiserthermen

Eine römische Bauruine

Kaiserthermen
Die Kaiserthermen sind heute ein Archäologischer Park

Die Kaiserthermen in Trier sind ein beeindruckendes Zeugnis römischer Baukunst. Das neue öffentliche Bad, das allerdings nie fertiggestellt wurde, sollte neben den älteren Barbarathermen entstehen. Der Bau mit seinen teilweise erhaltenen, bis zu 19 Meter hohen Mauern gehörte zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen und ist seit 1986 UNESCO-Welterbe. Heute ist das Gelände als archäologischer Park ausgewiesen und steht Besuchern offen.




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Bauruinen sind keine „Errungenschaft“ der Neuzeit. Schon das Altertum kannte sie. Ein Beispiel sind die Kaiserthermen, deren Bau im 4. Jahrhundert n. Chr. begonnen wurde. Hintergrund der Planung, an deren Ende eine repräsentative öffentliche Badeanlage stehen sollte, war der Aufstieg Triers zur Kaiserresidenz. Von der ältesten Stadt Deutschlands aus wurde das westliche Römische Reich verwaltet mit Britannien, Gallien, der iberischen Halbinsel bis nach Mauretanien. Diese neue Bedeutung löste einen Bauboom aus mit mehreren kaiserlichen Repräsentationsbauten.

Schon in der Spätantike wurde die Bauruine zu einer Reiterkaserne umgebaut. Größtes Bad in Trier blieben die Barbarathermen. Ein Teil der Anlage wurde wieder abgerissen. Im Mittelalter ließ sich auf dem Gelände eine Adelsfamilie nieder und baute das verfallene Hauptgebäude zur Alderburg aus. In einem anderen Teil des Geländes entstanden die Kirche St. Gervasius (um 1100) und das Agnetenkloster (1295).

Aufgrund der dichten Überbauung wurde die Gesamtkonzeption der Anlage erst im 20. Jahrhundert erkannt. Im Winter 1944/45 wurde die neuzeitliche Bebauung auf dem Gelände komplett zerstört. Nachdem die Trümmer des II. Weltkrieges beseitigt worden waren, wurde das Gelände in den Jahren 1960 – 66 freigelegt und großflächig untersucht. 1983/84 wurde die im östlichen Teil nicht mehr existente mittelalterliche Stadtmauer wieder aufgebaut.

2006/07 wurde der nordöstliche antike Bereich der Palaestra aufgegeben und auf den Fundamenten der römischen Anlage ein neuer, 169 Meter langer Eingangsbereich durch den ausführenden Architekten Oswald Mathias Ungers (1926 – 2007) errichtet, zu dem auch ein Aussichtsturm gehört. Von dort hat der Besucher einen guten Überblick über die gesamte Anlage. Noch beeindruckender aber ist ein Rundgang durch die weit verzweigten unterirdischen Bedien- und Versorgungsgänge, die den antiken Besuchern verschlossen waren.

Kaiserthermen bei Wikipedia

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