Moseltour

Moseltour vorbei an Weinhängen und altem Gemäuer

Die Theodor Heuss
Die MS Theodor Heuss gleitet an den Weinhängen der Mosel vorbei


Vor der historischen Kulisse des Weinstädtchens Bernkastel an der Mittelmosel liegen die Kreuzfahrtschiffe am Moselufer. Vom Anleger hier starten auch die Fahrgastschiffe mehrerer Reedereien zum Tagesausflug nach Traben-Trarbach, der nächsten Doppelstadt Richtung Koblenz. Die Fahrt führt talwärts an steilen Weinlagen und den Überresten alter Befestigungsanlagen vorbei. Die Schiffe passieren dabei nach der Schleuse Zeltingen auch die Großbaustelle der Moselhochbrücke, die die Eifel und den Hunsrück verkehrstechnisch verbinden wird. Am Ziel kommt nach knapp zweistündiger Fahrt hoch über Trarbach die Grevenburg in Sicht, Ruine einer einst uneinnehmbaren Festungsanlage.




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Geburtsstadt von Nikolaus von Kues

Gegenüber von Bernkastel mit dem Alten Bahnhof und dem jahrhundertealten Kirchtum aus Bruchstein, der einst Teil der Stadtbefestigung des reichen Weinhandelsortes war und heute weithin sichtbares Wahrzeichen Bernkastels ist, liegt der Ortsteil Kues mit dem Cusanus-Stift und dem Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt, Nikolaus von Kues.

Nach dem Ablegen unseres Schiffes kommt schon bald auf der rechten Moselseite der Weinort Graach in Sicht. Markantestes Gebäude des kleinen Ortes ist der Josephshof. Die Anfänge des Anwesens Trierer Mönche werden ins 6. Jahrhundert datiert. Bis zum Ende des mittelalterlichen Feudalismus war das Gut unter dem Namen Martinshof im Besitz der Trierer Abtei St. Martin, deren Namen das Gut damals trug. Seit 1997 ist in dem Bau ein Wohnheim des Deutschen Roten Kreuzes, Sozialwerk Bernkastel-Wittlich, untergebracht. Hier leben Erwachsene mit geistigem Handycap beziehungsweise Lernbehinderung. Archäologische Funde bezeugen die wirtschaftliche Nutzung der Weinlage schon in römischer Zeit.

Auf der Fahrt passiert unser Schiff bald darauf die Schleuse Zeltingen bei Zeltingen-Rachtig, eine von zehn Staustufen der Mosel zwischen Trier und Koblenz. An der Staustufe überwindet das Schiff eine Fallhöhe von sechs Metern. Kurz vor der Schleuse sind rechterhand in den Weinbergen die steinernen Überreste eines alten Bauwerks zu sehen.

Brücke hoch über der Mosel

Nach der Schleuse passiert das Schiff das Kloster Machern und kurz darauf streben am Hunsrück-Ufer rechterhand die beeindruckenden Pfeiler der neuen Hochmoselbrücke gen Himmel. Von der rechten Moselseite schieben sich bereits die Brückensegmente gen Fluss.

Es folgt der Weinort Ürzig mit seinen Steillagen, die den Weinbau schier zum alpinen Abenteuer machen. Dann Kröv mit seiner berühmten Lage Kröver Nacktarsch und dem Dreigiebelhaus von 1658, das heute ein Weingut mit Gästezimmern beherbergt. Hoch droben im Weinhang die Kesselstattkapelle, an die die Grabesteine der Ritter zu Kröv versetzt wurden. Heute ist die Kapelle im Besitz der Ortsgemeinde Kröv.

Dann kommt Traben-Trarbach in Sicht. Im Sommer und Herbst lädt das Städtchen zu mancherlei Festen ein, denen eines gemeinsam ist: Alle drehen sich um den Wein.

Die Grevenburg hoch über Trarbach

Hoch oben über Trarbach am rechten Moselufer die Mauerreste der Grevenburg. Vor der Rückfahrt nach Bernkastel-Kues lohnt sich der Aufstieg dorthin. Die Burg bietet einen herrlichen Ausblick auf die Moselschleife, die beiden Stadtteile Traben und Trarbach sowie den Mont Royal, auf dem sich einst eine Festungsanlage der Franzosen befand und wo heute Segelflugzeuge und einmotorige Sportflugzeuge vom kleinen Flugplatz des Deutsch-Amerikanischen Segelflug-Clubs e.V. Traben-Trarbach abheben. Auf den Fundamenten der von den Franzosen gesprengten Burg liegt eine kleine Burggaststätte. 2016 ist die Ruine der Burg leider sanierungsbedürftig. Die Schenke, über die die Wanderroute Moselsteig führt, lädt Besucher zum Imbiss mit Leckereien der Moselregion ein.




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