Burg Arras

Burg Arras: Ursprung in der Zeit der Römer

Burg Arras
Burghof der Burg Arras bei Alf an der Mittelmosel.

Der Bergfried der Burg Arras bei der Ortschaft Alf an der Mittelmosel ist nach Angaben der Eigentümer das älteste Bauwerk an der Mittelmosel. Die heutigen Eigentümer, die auf der Anlage ein Museum und ein Hotel betreiben, und das Wissenschafts- und Kultusministerium Rheinland-Pfalz datieren die Enstehung der Burg um 950, erste schriftliche Dokumente soll es 1120 gegeben haben. Der Ursprung der Anlage liegt freilich weit tiefer in der Vergangenheit. Um das Jahr 350, zum Ende der Römerzeit in Germanien, soll der in Trier residierende weströmische Kaiser Magnentius oberhalb einer Straßenkreuzung einen befestigten Platz angelegt haben. Ziel war die Abwehr der in dieses Gebiet immer wieder einfallenden kriegerischen Franken.




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Abwehr der Normannen

Erst fast 500 Jahre später, zur Zeit der Normanneneinfälle, begann einer der ranghöchsten Beamten am karolingischen Königshof zum Schutz seiner reichen Güter an der Mosel mit dem Bau der Burg, die 950 fertig wurde. Vorangegangen war die zweifache Zerstörung Triers 882 und 892 durch die Wikinger.

Im Erbfolgekrieg zerstört

Von den Franzosen im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 mit Ausnahme des Turmes weitgehend zerstört. Nach Abzug der Truppen verfiel die Burg und wurde von den Einwohnern der Umgebung als Steinbruch genutzt. Allein der Turm mit seinen bis zu vier Metern dicken Außenmauern widerstand auch diesen Zerstörungsversuchen. Er gilt daher mit seiner über 1000-jährigen Geschichte als das älteste überkommene Bauwerk an der Mittelmosel. Besucher der Burg können ihn über einer hölzerne Stiege erklimmen.

Wiederaufbau der Burg Arras

Die Anlage wurde um 1900 spät historizistisch, so wie etwa auch Schloss Burg in Solingen, wieder aufgebaut. Nach einem längeren Fußmarsch vom Parkplatz aus den steilen, gepflasterten Weg durch den Wald hoch zur Burg auf dem Berg bietet sich vom Burgplateau aus ein beeindruckender Ausblick über die Täler.

Erinnerung an Heinrich Lübke

Die Burg mit ihrem Museum kann gegen Eintrittsentgelt besichtigt werden. Zum Museum gehört auch ein Raum mit Erinnerungsstücken an den verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Heinrich Lübke (1959 – 1969) und seine Ehefrau Wilhelmine. Die heutigen Eigentümer der Burg sind Verwandte des zweiten deutschen Bundespräsidenten.

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